Strategieblabla ... zweiter Teil

Das letzte Mal habe ich über den „Jo eh - Effekt“ bei neuen Strategien geschrieben. Nicht zu vergleichen, mit dem „AH! - Effekt“ bei emotionalen Strategien. 

Wirklich spannend wird es aber dann, wenn Sie Ihre neue Strategie operationalisieren müssen. Das ist auch so ein kritischer Erfolgsfaktor. Viele scheitern daran und bleiben bei der guten Idee und deren motivierten Vorsätzen hängen. Auch ich habe mich als Coach erschöpft zufrieden zurückgelegt und war stolz auf meine Beratungsleistung. Wenn ich dann später nachgefragt habe, dann habe ich ein leider beobachtet, das vieles nicht umgesetzt wurde.

Dafür gibt es mehrere Gründe, hier die zwei Relevantesten:

1. Zeit

Kaum war die Strategie formuliert, war sie auch schon wieder hinfällig.  Strategien haben oft eine kurze Halbwertszeit

2. Zu große Ambitionen

Das kommt sehr häufig vor. Eine neue Unternehmensausrichtung ist sehr mannigfaltig und bedeutet für alle Abteilungen viel Arbeit. Das erschlägt sehr oft die Motivation und man kehrt zu dem Alten zurück, weil vertraut, gewohnt und weniger Arbeit. Oft herrscht Ratlosigkeit, wo fangen wir überhaupt an oder es fangen alle irgendwo an und sind nicht abgestimmt.

Die Lösung

Agiles (früher hat man einfach dazu flexibel gesagt) und fokussiertes strategisches Management!

Ein Ziel oder Strategie sollte, der Unternehmensgröße angepasst, kurzfristiger formuliert werden. Die Operationalisierung der Strategie erfolgt dann in Schritten, die aufeinander abgestimmt sind. Oftmals verlieren wir den Überblick, welche Massnahme die Wichtigste ist. Diese gilt es herauszufinden. 

Ganz nach dem Sprichwort: „Wie isst man einen Elefanten? In kleinen Stücken.“ Abgesehen davon, esse ich keine Elefanten, aber das Bild verwende ich gerne.

Was ist der „Zipfel“ von einer langen Kette, den wir erwischen müssen, um einen Dominoeffekt zu erzielen, der alles andere beeinflusst oder die Weichen stellt. An diesem „Zipfel“ wird dann die nächsten 3 Monate fokussiert gearbeitet und dann reflektiert oder adaptiert. Um dann das nächste 3 Monatsziel zu formulieren. Mehr nicht. Wir haben verlernt das Wesentliche zu entdecken und uns auf das zu konzentrieren.

Das kann man wieder entdecken. Privat, aber auch bei Strategien. So wird Blabla zu einem realistischen Ziel. 

 

Zurück