Die 5 kritischen Erfolgsfaktoren für Change

Heute geht es um meine persönliche, subjektive und sicher noch nicht fertige Hitliste im Change. Was sind die größten Hebel, die wir manchmal vernachlässigen oder so erfolgreich machen.

1. Die Akzeptanz: Alles im Leben ist Veränderung. Zu diesem Thema gibt es bereits einen Blogartikel. 

2. Dran bleiben. Ich erlebe oft, das nach dem Tag X, wo die Veränderung kommuniziert, durchgeführt oder einfach endgültig entschieden wurde, viele glauben, jetzt ist die größte Arbeit erledigt. Aber. Jetzt beginnt erst die Arbeit. Durchschnittlich dauert es 1 - 3 Jahre bis der letzte Mitarbeiter im Unternehmen auch etwas merkt. Vorausgesetzt es wird permanent daran gearbeitet, das er es merkt.

3. Change hat keinen Anfang und kein Ende Aber. Es gibt Phasen. In jeder Phase gibt es Ergebnisse und Erfolge. Die sind wichtig zu kommunizieren und transparent zu machen. Ruft man als Unternehmensleitung eine Strategie 2021 aus, dann bekommen Mitarbeiter oft Ohnmachtsgedanken: Das ist ewig lange...unüberschaubar....bis dahin ändern die eh alles noch 5 Mal. Deshalb ist es so wichtig die Phasen transparent zu machen, zu kommunizieren was man macht und welche Ergebnisse bereits stattgefunden haben. Vorausgesetzt: Punkt 2 - man bleibt auch wirklich dran!

4. Die Manager leben Veränderung vor. Manchmal findet Veränderung nur unterhalb der Vorstandsetage statt. Damit meine ich nicht unbedingt strukturelle oder organisatorische Veränderungen. Ein Beispiel: Kulturwandel, Ziel: Wir agieren menschlicher am Markt und im Unternehmen. Schöner Vorsatz. Wenn das Management es vorlebt und auch so kommuniziert. Change bedeutet harte Arbeit der Führung an sich selbst. Das bringt mich gleich zu Punkt 5.

5. Das Gefühl. Wir sind Helden in der Veränderung von Strukturen, Prozessen, Mitarbeiter und vielem mehr. Aber was immer im Change vergessen wird: Wir brauchen ein neues emotionales Mindset, um Veränderung möglich zu machen. Wenn ich mich als Führungskraft/ Mitarbeiter persönlich nicht mit der Veränderung identifizieren kann und meine Rolle hier nicht finde, dann werde ich nichts dazu beitragen sie im Unternehmen voran zu treiben. Werde keine Ideen, kein Potential und keine Ressourcen beisteuern. Deshalb: Vergessen Sie nicht Menschen emotional abzuholen! Geben Sie ihnen Zeit ihre neue Rolle und Identität zu finden. Das bedarf viel Geduld, dranbleiben und klarer Kommunikation.